Tradition und Innovation unter einem Hut

Firma Kurt Sauer GmbH feierte 50-jähriges Jubiläum und Einweihung der Lagerhalle
Epfenbach (oh)

Bei der Firma Kurt Sauer GmbH wurde das 50-jährige Firmenjubiläum gefeiert und gleichzeitig die neue Lagerhalle unter dem Beisein von vielen Gästen offiziell eingeweiht. Den stimmungsvollen Auftakt mit rhythmischer Musik lieferte der Spielmanns- und Fanfarenzug Waibstadt unter der Leitung von Michael Lutz. Bei herrlichem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen hätte der Start vor der Halle nicht idealer verlaufen können. Senior-Chef Kurt Sauer begrüßte alle Anwesenden und erwähnte vor allem die ersten Mitarbeiter aus den 60er-Jahren, die jetzt sehen können, was aus dem ehemaligen Kleinbetrieb geworden ist.

Marcel Sauer, der die Geschicke der Firma seit 18 Jahren lenkt, ging zunächst auf die Anfänge ein. Nachdem sein Vater zusammen mit einigen Arbeitern täglich nach Mannheim gefahren war kam irgendwann der Vorschlag, einen Stukkateurbetrieb auf dem Land zu gründen. Dessen Geburtsstunde schlug am 19. April 1964 mit zunächst fünf Mitarbeitern. Bereits ein Jahr darauf legte Kurt Sauer seine Meisterprüfung ab und der Betrieb wuchs ständig. Im Jahr 1996 erwarb Marcel Sauer den Meistertitel mit Auszeichnung und übernahm Ende des Jahres 1996 komplett die Leitung der Firma. „Es war eine mutige und gute Entscheidung meines Vaters, mir gleich die Verantwortung zu übergeben“ meinte Marcel Sauer. Er setzt auf eine gute Ausbildung von jungen Leuten und eine regelmäßige Fortbildung der Mitarbeiter. Im Jahr 2001 wurde noch die Fa. Sauer Konzeptbau und im Jahr 2013 die Sauer Maler GmbH gegründet.

Nachdem das bisherige Lager nicht mehr zeitgemäß war, begannen vor vier Jahren die Planungen für den Neubau. Nach einem Jahr Bauzeit zeigte sich der Firmeninhaber stolz über das tolle Ergebnis, das eine ordentliche Lagerhaltung und ein gelungenes Umfeld für die Mitarbeiter mit Toiletten und Sozialräumen bietet. Mit Blumengrüßen bedankte er sich bei der Architektin Gerlinde Waldmann-Götz, seinen Eltern und seiner Ehefrau. Bürgermeister Joachim Bösenecker führte aus, dass die Firma Tradition und Innovation verbindet und zu sich zu einem führenden Unternehmen entwickelt hat. „Ihren Slogan KÖNNEN WIR – MACHEN WIR können sie zu recht führen“ meinte er. Die nötige Kreativität war und ist vorhanden. Mittelständische Unternehmen seien seiner Ansicht nach das Rückgrat der deutschen Volkswirtschaft. Die Belegschaft identifiziere sich in hohem Maße mit der Firma. Das Bestreben sei es, ständig vorne liegen zu wollen. Der Begriff „Erfolg“ sei eng mit der Firmengeschichte verbunden. Bösenecker sprach auch die Probleme an, welche sich der Gemeinde auftaten, die Interessen der Firma und der Anwohner in Einklang zu bringen, was jedoch in guter Kooperation gelungen sei.

Der I. Vorstand vom Fachverband der Stukkateure, Ausbau und Fassade Baden-Württemberg Rainer König nannte es einen mutigen Schritt, vor 50 Jahren den Sprung in die Selbständigkeit gewagt zu haben. Es sei schnell aufwärts gegangen und der Betrieb auf 25 Mitarbeiter angewachsen. „Die Entscheidung, den Betrieb sofort an den Sohn Marcel zu übergeben, war richtig. Mit der imposanten Lagerhalle hat sich nun Traum erfüllt und die Erfolgsgeschichte wird sich weiter fortsetzen“ meinte er. Er stellte noch das Engagement von Marcel Sauer im Fachverband der Stukkateure heraus, dem dieser seit 2008 angehört und wo er seit 2011 als II. Vorstand fungiert. Er vertritt auch die Interessen der Stukkateure in Baden-Württemberg mit einem Sitz im Präsidium des Baden-Württembergischen Handwerkstages.

Norbert Menges von der Kreishandwerkerschaft strich die Leidenschaft heraus, mit welcher der Handwerksbetrieb vorangetrieben wird und sich dadurch weit über die Grenzen von Epfenbach hinaus einen Namen gemacht hat. In einem rasanten Tempo sei es aufwärts gegangen. Er übergab zusammen mit Jens Brandt, dem Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Mannheim, die Ehrenurkunde an den Firmenchef.

Auch die Belegschaft hatte ein Präsent mitgebracht. Aus der alten Halle wurden drei Holzträger gerettet, die aufgearbeitet und mit Bildern der Mitarbeiter versehen wurden. In der Halle war eine Bilderausstellung aufgebaut, welche die imposante Entwicklung der Firma dokumentierte. Nach dem offiziellen Teil wurden die zahlreichen Gäste vorzüglich verköstigt und bei der Musik der Gruppe „Gonzos Jam“ war ein kurzweiliger Abend mit netten Gesprächen und guter Stimmung garantiert.

2016-01-06T12:31:41+00:00 6. Oktober 2014|